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Was tun gegen Schimmel?

Vorbeugen statt beseitigen - so lautet in aller Kürze die beste Empfehlung! Denn Schimmelbeseitigung kann aufwändig werden. Dabei ist Schimmel nicht nur ein Problem in unseren kühlen Breitengraden. So habe ich als Gutachter und Sachverständiger (Architekt Col 574 COA Malaga) auch an der Costa del Sol viele Gebäude mit Schimmelbefall zu begutachten.

Schimmel in der Wohnung

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Schimmelbefall - lesen Sie hier:

Hauptursache Feuchtigkeit

Was die Feuchtigkeit angeht, so muss man grundsätzlich zwei Ursachenkomplexe unterscheiden. Zum einen bauliche Mängel und Schäden an Haus und Wohnung, die zu übermässigen Feuchtigkeitseintrag führen. Zum anderen kann falsches Wohnverhalten der Bewohner (Stichworte: Lüften, Heizen) Schimmel in der Wohnung begünstigen. Beides führt dazu, dass auf Dauer feuchte Wände entstehen. Wer die Werte selbst kontrollieren möchte, kann für relativ kleines Geld ein Hygrometer kaufen und damit die Luftfeuchte messen. So empfiehlt etwa das bayrische Landesamt für Umwelt eine relative Luftfeuchtigkeit von 35-45% im Winter; im Sommer sind über einen kürzeren Zeitraum auch bis zu 80% bei einer gesunden Bausubstanz kein Problem. Was die bauphysikalischen Faktoren angeht, so wird heute allerdings beim Hausbau einiges getan, damit Schimmelpilze erst gar nicht gedeihen. Zu nennen wäre hier:
- Abdichtung gegen Bodenfeuchte nach DIN 18195
- Wärmeschutzmaßnahmen nach DIN 4108-2:2001-03
- allgemein sichere Installationen (Wasser, Heizung)


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Richtiges Wohnverhalten

Falsches Wohnverhalten ist der andere Punkt, auf den ich hier eingehen möchte, da viele sich dessen nicht bewusst sind. Um dies einmal mit Zahlen zu verdeutlichen: In einem durchschnittlichen 3-Personen Haushalt werden täglich bis zu 14 kg Wasser freigesetzt - durch ganz alltägliche Tätigkeiten wie Kochen und Waschen, oder durch das, was sich normalerweise in der Wohnung befindet, also Pflanzen, oder die Bewohner selbst. Dazu kommen weitere Dinge wie Luftbefeuchter, Zimmerspringbrunnen und ähnliches. Um aber nur 10 kg Wasser abzutransportieren, müssen 3000 kg Luft bewegt werden (Quelle: "Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen", erstellt durch die Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes, www.umweltbundesamt.de). Dies mag verdeutlichen, wie wichtig regelmäßes und gründliches Lüften ist. Hier kann wirklich jeder vorbeugen; und das ist allemal besser, als hinterher den Schimmel entfernen zu müssen.


Schimmelpilze: Was sie mögen - und was nicht

Neben Feuchtigkeit und passenden Temperaturen braucht Schimmel zum Wachsen auch einen guten Nährboden. Dies sind v.a. Holz, Tapeten, Gipsputz oder Gipskartonplatten. Zement weniger, und was Schimmel gar nicht mag, sind kalkhaltige Putze. Weil wir aber üblicherweise Gipsputz statt Kalkputz verwenden, bieten wir somit dem Schimmel in der Wohnung gute Nahrung zum Wachsen. Vorwiegend tritt er an undichten Stellen oder Kältebrücken auf (Kondensatwasser, siehe weiter unten) und breitet sich von seinem Ursprung flächenförmig aus. Ebenso bemerken wir Schimmelbefall oft an obenliegenden Stellen unserer Wohnräume oder an den Deckenkanten, denn hier ist es am wärmsten.
Weiterer Aspekt: Wurden unsere Räume früher "natürlich" belüftet (undichte Fenster und Fensterrahmen), haben wir diese natürliche Lüftung heute durch hermetisch geschlossene Elemente unterbunden. Besonders bei Sanierung von Altbauten tritt dann oft das Phänomen auf, dass kurz nach Abschluss der Arbeiten der Schimmelpilz wucherte. Dies, weil die Fensterelemente hermetisch dicht sind und im Aussenbereich nicht gleichzeitig eine Wärmedämmung vorgesehen wurde.
In der Tat ist der häufigste Grund der Schimmelbildung die Kondensatfeuchte vor allem in Nasszellen oder Küchen sowie in Kellerräumen, bedingt durch eine mangelhafte Isolierung, gemischt mit nicht ausreichender Belüftung der Räume. Neuere Häuser verfügen über integrierte Lüftungsanlagen, die bei zu hoher Luftfeuchtigkeit den Wohnräumen automatisch Feuchtigkeit entziehen und somit Schimmel in der Wohnung vorbeugen.

Schimmel rechtzeitig erkennen: Die besten Tipps

  • Riecht es muffig (der typische "Schimmelgeruch"), gibt es Stockflecken an der Tapete? Ein solcher "Schimmeltest" ersetzt zwar nicht den Gang zum Experten, kann aber von jedem selbst durchgeführt werden - BEVOR der Schimmel an der Wand sichtbar ist.
  • Ab und zu ein Blick hinter Schränke oder sogar Bilderrahmen werfen. Da hier die erwärmte Luft der Heizung nicht hingelangen kann, entstehen kühle Bereiche, die das Wachstum von Schimmel begünstigen.
  • Das Wohnzimmer ist selten der Raum, wo das Problem zuerst sichtbar wird. Achten Sie vor allem auf Schimmel im Bad, in der Küche und im Keller, da diese Räume einen hohen Feuchtigkeitseintrag, respektive eine höhere Feuchtigkeit haben.
  • Schimmel im Schlafzimmer ist besonders gefährlich wegen der Gesundheit - auch Matratze prüfen!
  • Fenster und Fensterrahmen sollten ebenfalls beachtet werden.

Tau-Punkt und Wärmebrücken

Zwei Begriffe müssen im Zusammenhang mit der Entstehung von Schimmel noch näher erläutert werden: Der Taupunkt und die Wärmebrücke (auch: Kältebrücke). Denn um Schimmel beseitigen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie feuchte Luft im Raum reagiert, wenn sie nicht entweichen kann.

Der Taupunkt bezeichnet die Temperatur, bei der die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit (= Wasserdampf) beginnt zu kondensieren.

Ein Wärmebrücke ist der Bereich an einem Bauteil, wo Wärme schneller abgeleitet wird, entweder materialbedingt (unterschiedliche Baumaterialien haben unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten), oder baukonstruktionsbedingt (Mauervorsprünge o.ä.)

Luft sucht sich immer kalte Stellen zum abkondensieren. Und das sind die kühlsten Stellen im Zimmer - oft die Wärmebrücken. Diese baulich bedingten Bereiche an der Wand oder der Decke lassen Wärme aus dem Haus schneller nach draußen. So kann der Tau Punkt bei einer Raumtemperatur von 21°C und einer Raumluft Feuchte von 65 % bei etwa 14°C liegen. Da besonders Beton sehr gut Wärme (bzw. Kälte) leitet, treten diese Punkte gerne an auskragenden Bauteilen auf, die Verbindung mit der Betondecke im Inneren vom Gebäude haben, wie zum Beispiel Balkone oder Fassadendekor, aber auch Kelleraussenwände aus Stahlbeton, die bis Sockelhöhe aus dem Erdreich ragen und nicht wärmegedämmt sind. Wärmegedämmte Bauteile verlagern nun den Taupunkt nach aussen und verhindern in Folge das Auftreten von Wärmebrücken, Kondensatfeuchte und - am Ende - Schimmelbefall. Wämegedämmte (="eingepackte") Häuser haben keine Wärmebrücken.